Dez 05 2015

Die Sache mit dem Stern

Was bedeutet für Dich „Sternchen“? Sicher – die meisten werden erst einmal an die kleinen funkelnden Lichtpunkt am abendlichen Himmel denken, verbinden mit dem Sternchen vielleicht auch Romantik, Zweisamkeit und vielleicht auch Liebe. Das Sternchen ist ein Synonym für vieles geworden. Umstrittener ist das Sternchen bei dem Versuch es bei der Beschreibung von Menschen zu verwenden.

Bist du Trans* ?

Gerade im Bereich von Trans*Personen gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Orientierungen. Trans* versteht sich als eine verkürzende Schreibweise, welche die folgenden Hauptwörter beinhaltet:

  • Transgender (Transfrau / Transmann / Transgenderist / Transgenderistin)
  • Transvestitismus
  • Transidentität / Transident
  • Transsexualität Transsexuelle / Transsexueller)

Einre recht umfassende Beschreibung kann gerne hier nachgelesen werden Trans* soll dabei keine negative Konnotation haben; vielmehr ist es der Versuch, die unterschiedlichen Richtungen unter einem Oberbegriff zusammenzufassen.  

Das Sternchen macht den Unterschied

„Denkt über Sprache nach! Das Sternchen bei trans* und in Wörtern wie Kommiliton*innen symbolisiert die Vielfalt von Transitionswegen und geschlechtlichen Identitäten, die eben nicht nur Männer und Frauen umfasst, sondern auch Menschen, die sich unter anderem als dazwischen, beides, weder noch, genderqueer oder intersexuell verstehen.“
[Quelle: NZZ/Campus http://campus.nzz.ch/transberlin/trans-das-sternchen-macht-den-unterschied]

Das kleine Sternchen hat im alltäglichen Sprachgebrauch inzwischen eine breite Verwendung und sicher in weiten Teilen Teilen auch die berechtigte Akzeptanz gefunden.

Treffend wurde dies in einem Artikel von „Der Tagesspiegel“ beschrieben.

„Die meisten Menschen empfinden es als irritierend oder sogar als anmaßend, wenn eine Person sich als „Mann“ in Szene setzt, ohne über die dafür üblichen anatomischen Merkmale zu verfügen. „Solche Auftritte hinterfragen die herrschenden Verhältnisse. Denn sie machen bewusst, wie künstlich die Inszenierung von ,Mann’ und ,Frau’ überhaupt ist“, sagt Geschlechterforscherin Hark. Während manche Trans* ihr subversives Spiel jederzeit beenden können, ist für andere das Leben als Trans* ein tiefes Bedürfnis.“

Zur Verwendung einer trans*gerechten Sprache wird es sicher auch in Zukunft immer wieder Diskussionen geben.

 

 

 

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