Jun 07 2016

Wie queer darf eine Hochschule sein?

Queere Vielfalt von Studierenden, Beschäftigten und Lehrenden ist Teil der Lebensrealität an der Hochschule Hannover (HsH). Diese Vielfalt ist jedoch nicht sichtbar und erweckt so den Eindruck, tabuisiert oder nicht erwünscht zu sein. Dies soll sich ändern.

Wissenschaftlich fundierte Informationen, Wünsche und Bedürfnisse queerer Menschen und hochschulpolitische
Handlungsmöglichkeiten stehen im Zentrum des ersten Teils des Projekttags. Die Veranstaltung wendet sich an
Menschen aller Statusgruppen der HsH und bietet zugleich eine Möglichkeit zum Austausch für Verantwortliche und Engagierte niedersächsischer Hochschulen.

So ein Auszug aus der Einladung zum Projekttag
IMG_6400„Queere Vielfalt“ an der Hochschule Hannover. Im Vorfeld hab es schon einen Gedankenausstausch mit einer Studentin der Hochschule und schon bald war klar: Wir sind dabei.

Obgleich wir nur einen kleinen Stand hatten, hielten wir doch eine Vielzahl von Informationen bereit. Der Hoschultag in Hannover war gleichzeitig die erste gemeinsame Präsentation der 5 im TiBL vereinigten Selbsthilfegruppen im Braunschweiger Land. Neben Informationen zu den einzelnen SHG fand der neue TiBL-Flyer immer wieder neue Interessenten. Ebenso wurde das Programm der TiBL-Akademie gerne „entwendet“

Neben unserem Stand nutzten auch diverse andere Gruppen und Vereinigungen im queeren Umfeld die Möglichkeit über sich und die Themenfelder zu informieren. Das Spektrum war vielfältig. Einen etwas eigenartigen Beigeschmack hat der LtSN auf der Veranstaltung hinterlassen. Der Landesverband  für transgeschlechtliche Selbstbestimmung Niedersachsen hat es nicht geschafft, sich auf dieser Veranstaltung darzustellen. Es waren weder Flyer noch irgend welche anderen Dinge vom LtSN sichtbar. Lediglich während der Diskussion war Herr Till Amelung im Podium als Vertreter des LtSN anwesend. Fälschlicherweise wurde er als Vorsitzender des LtSN den Zuhörern vorgestellt – inzwischen ist aber belegt, dass seine Wahl im Februar 2016 ungültig war. In der Diskussion erfuhren die Zuhörer von Till Amelung dann auch weiterhin nichts über den Landesverband als „Interessenvertretung“ von Menschen mit transsexueller und transgeschlechtlicher Thematik; statt dessen wurde der Begriff „Mann mit Menstruationshintergrund“ eingeführt und der Weg von lesbisch zu schwul dargestellt. Fragende Blicke der Zuhörer inclusive.

IMG_6409Informativer waren die Beiträge der Podiumsteilnehmer aus Hildesheim – Vernetzungschancen und -möglichkeiten, Leben von queeren Gruppen im Hochschulbereich und auch die vorhandenen Problemfelder wurden mit Sachkenntnis dargestellt.

Zusammenfassend kann man sagen – ein interessanter Tag in Hannover, neue Kontakte zu kompetenten und interessierten Menschen haben diesen Tag für Gender-BS und nicht zuletzt auch für die anderen Gruppen unter dem Dach des TiBL erfolgreich gemacht.

 

 

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