Dez 14 2015

Interessanter Tag an der Uni Braunschweig

Dann war es heute soweit – Seminar mit Student_innen des Institutes für pädagogische Psychologie an der Uni Braunschweig.

2 Stunden ohne Powerpoint dafür aber eine ganze Menge Fragen und ganz persönliche Erfahrungen – Schon nach kurzer Zeit fanden die Student_innen zum Thema und es konnten ganz konkrete Berührungspunkte zu dem späteren Arbeitsumfeld hergestellt werden. Schule und Transidentität und Transexualität wird in Zukunft eine Menge Fragen und Spannungsfelder bearbeiten müssen, um zu praktikablen Lösungen für alle Beteiligten zu finden. Hier ist es wichtig, dass man offen und konstruktiv sich mit dem Thema auseinandersetzt.

Fast schon erschreckend ist die Schilderung einer jungen Psychologiestudentin, die ein Praktikum in einer Klinik machte. Ein(e) suizidgefährdete(r) Patient(in) äusserte dort, dass sie gerne mit dem Vornamen Michael angesprochen werden möchte. Die Folge war eine längere Diskussion im Ärzteteam, ob man das überhaupt so machen könne. Das kleine Beispiel zeigt, wie weit unsere Lebenswelt doch noch vom Thema Trans* in all seinen Facetten entfernt ist  und wie unbeholfen selbst Fachärzte bei diesem Thema noch sind.

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Im Mittelpunkt der Diskussion, die in einem lockeren Gespräch stattfand, waren Fragen nach den persönlichen Spannungsfeldern von Betroffenen. Welche Ängste bewegen Trans*Personen beim Outing, welche ganz persönlichen Spannungsfelder sind dabei prägend. Reaktionen und Kommunikation mit dem sozialen Umfeld und Fragen nach medizinischen Möglichkeiten kamen ebenso zu Frage.

Fast schon mitten im Gespräch mussten wir alle dann doch feststellen, dass eine weitere Seminargruppe vor der Tür unruhig wurde. Wieder einmal überzogen – aber nur knappe 15 Minuten. Damit war ich ja nicht mal soooooo schlecht – es hätte schlimmer kommen können.

Ganz klar – die Student_innen wurden natürlich auf unsere Gender-Treffs aufmerksam gemacht und ebenso eingeladen, doch bei Interesse einmal vorbeizukommen.

Trotz des ernsten Themas gab es doch für beide Seiten gab es eine bunte Mischung von Nachdenken, Schmunzeln und Fragen.

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