Okt 10 2017

Laserepilation wird nun auch von der Krankenkasse übernommen

Der Bewertungsausschuss hat den einheitlichen Bewertungsmaßstab zum 01.10.17 angepasst/ erweitert. Davon sind zwei Gebührenpositionenbetroffen: 02325 und 02326.

Über diese Position kann nun der Hautarzt / Gynäkologe in Zukunft die Laserepilation von Händen und Gesicht abrechnen, wenn dieser eine entsprechende Zulassung bei der kassenärztlichen Vereinigung eures Wohnortes beantragt hat.

Bedeutet im Klartext: Ihr müsst nur noch bei der Kassenärztlichen Vereinigung anrufen und euch einen entsprechenden Arzt nennen lassen, der diese Zulassung hat.
Kein nerviges Beantragen bei der Krankenkasse mehr!

Download: Kostenübernahme Laserepilation


 

Was Du über Epilation wissen solltest….

Nadelepilation
Bei diesem Verfahren, auch Elektroepilation genannt, wird eine hauchdünne, sterile Nadel möglichst weit in den Haarkanal (Follikel) eingeführt und dann kurz unter Strom gesetzt. Das soll die Haarwurzel für immer zerstören. Die Elektroepilation ist zeitaufwendig, da jedes einzelne Haar „gestochen“ werden muss. Sie kann auch schmerzhaft sein. Rötungen oder vorübergehende Schwellungen gehören zu den „normalen“ Nebenwirkungen. Andererseits ist die Nadelepilation das einzige Verfahren, das Haare wirklich dauerhaft, also für immer entfernen kann. Und zwar jedes Haar, egal ob dunkel oder hell. Auch gebräunte Haut ist – anders als beim Laser – problemlos zu behandeln.

Wer sich für die Nadelepilation entscheidet, zahlt pro Stunde zwischen 60 und 120 Euro, wobei erfahrene Kräfte – abhängig auch vom zu epilierenden Körperteil – mehrere Hundert Haare pro Stunde entfernen können. Eine Sitzung reicht aber nicht. Mit drei oder vier Behandlungen, manchmal auch mehr, ist zu rechnen. Haare lassen sich nämlich generell nur in der Wachstumsphase dauerhaft entfernen. Außerdem müssen sie bereits aus dem Haarkanal herausgewachsen und auf der Haut sichtbar sein. Diese Einschränkung gilt übrigens auch für die anderen Methoden, die zur permanenten Haarentfernung angeboten werden, also für die Photoepilation mit Laser oder Blitzlampe. Es sind nie alle störenden Haare auf einmal endgültig zu entfernen.

Laserepilation

Mit dem Laser dauert es je nach Hauttyp, Art und Menge der zu entfernenden Haare etwa vier bis acht Sitzungen im Abstand von rund vier Wochen, um der gewünschten Haarfreiheit näher zu kommen. Da mehrere Haare auf einmal „angegriffen“ werden, geht es schneller als mit der Nadel: Pro Behandlung sind für ein Damenbärtchen nur wenige Minuten erforderlich. Die kosten zwischen 50 und 120 Euro. Schließlich müssen sich die teuren Lasergeräte amortisieren.

Zur Haarentfernung werden zum Beispiel Alexandrit-, Dioden- oder Rubinlaser eingesetzt. Sie arbeiten alle nach dem gleichen Prinzip: Sie senden Licht einer speziellen Wellenlänge aus, dessen Energie die Keimzellen der Haarwurzeln zerstören soll. Die Haut wird zusätzlich gekühlt, um sie zu schonen.

Doch die Methode hat Grenzen. Seriöse Laserspezialisten werden sie nicht verheimlichen. Denn oft wird die Haarentfernung per Laser als „permanent“ oder „dauerhaft“ angepriesen, obwohl es vorkommen kann, dass die Haare doch nicht für immer wegbleiben. So sieht die Deutsche Dermatologische Lasergesellschaft es zwar als gesichert an, dass viele Lasersysteme das Haarwachstum verlangsamen. Hinsichtlich der endgültigen Enthaarung liegen aber noch keine definitiven Ergebnisse vor. Langzeitstudien stehen noch aus.

Erfolgreich und hautschonend kann nur bei dunklen Haaren und heller Haut gelasert werden. Bei blonden, weißen und grauen Haaren versagt der Laser. Auf gebräunter Haut kann es zu Verbrennungen kommen. Deshalb ist während der gesamten Behandlungszeit auf Sonnenbäder zu verzichten.

 

 

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